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Die Zielsetzung dieses Projekts war die Konfiguration einer Dualprozessor - Workstation auf Basis eines AMD Athlon MP - Systems inklusive einer komplett im Gehäuse integrierten aktiven Wasserkühlung. Des weiteren wurden alle Gehäusekomponenten sowie die externen Peripheriegeräte optisch und qualitativ umfassend überarbeitet. Der Fokus lag hierbei jedoch nicht in der Kreation eines "Casemods" im bekannten Sinne, sondern zielte darauf ab, ein möglichst optimales Ergebnis in Qualität und Wertigkeit zu erreichen ohne auf optisch auffällige Effekte zurückzugreifen.
 
Das Ziel war die präzise und sorgfältige Ausführung der gesamten handwerklichen Ver- und Bearbeitung aller modifizierten Bauteile, sowie eine unter den - seitens der eingesetzten Komponenten - vorgegebenen Rahmenbedingungen absolut zuverlässige und möglichst geräuscharme Funktion des gesamten Systems. Unter diesen Aspekten sind auch Hardwarebestandteile im System verbaut, die nicht mehr dem derzeit aktuellsten Stand der Technik entsprechen. Zum heutigen Zeitpunkt sind die vorhandenen Systemressourcen jedoch dem Einsatzzweck angemessen und können zukünftig je nach Bedarf erneuert bzw. angepasst werden.
 
 

Die wesentlichen Komponenten der Workstation:


  • NB Limited A Big Tower Standardgehäuse
  • 2 x AMD Athlon MP 2800+
  • 2 x Innovatek I-Cool Rev. 3.0 CPU Kühlkörper
  • Tyan Tiger S2466-4NM MPX 762 Version A2 Rev. 1.20 Dualprozessor Motherboard
  • 4 x 512 MB Trancend TS64MDR72V6F5 ECC DDR SDRAM Registered PC2100R RAM
  • MSI Geforce 7600 GT AGP Grafikkarte
  • Cooling Solutions G1 GPU Kühlkörper
  • Creative SB Audigy Soundkarte
  • Promise FastTrak S150 TX4 SATA Controller
  • PCI Erweiterungskarte VIA USB 2.0 mit 4 Ports
  • 4 x 120GB Hitachi Deskstar HDD Typ HDS722512VLSA80 im RAID 1/0 Verbund
  • 8 x Eigenbau Festplattenkühler (Konzept: Innovatek HD-O-Matic)
  • Kenwood True-X 72x CD-ROM Laufwerk
  • Pioneer DVD-ROM DVD-105
  • Plextor DVDR Px-716A
  • Toshiba Standard 3,5" Diskettenlaufwerk
  • ZERN Vollkupfer Serverradiator
  • Netzteil ATX 620W Corsair CMPSU-620HXEU
  • 2 x 80mm NB-UltraSilentFan S1
  • 1 x 120mm MR Computertechnik Fan 12/2400
  • LAING E3vario-15/65 B 220V Wasserpumpe
  • regelbare 220V Wasserpumpennachlaufsteuerung (Eigenbau)
  • Innovatek Fan-O-Matic HighEnd Fancontroller
  • RD-7 Lüfternachlaufsteuerung

Die Peripheriegeräte


  • USB Flachbettscanner CanoScan FB636U
  • Hitachi CRT 19" Monitor CM766ET
  • USB Drucker Hewlett & Packard HP 815C
  • USV - APC Back-UPS CS 500
  • USB externes Sicherungslaufwerk HDD 250GB/7200 Samsung SP2514N/IC - Box
  • USB Tastatur ENERMAX Aurora
  • USB Maus Razor Copperhead 2000dpi - SK Gaming Edition
  • RantoPad A100 Aluminium
  • Harman Kardon HK-595 2.1 Lautsprechersystem
  • USB Sennheiser Headset PC 155




Das Gehäuse


 
Der Limited A Bigtower des Herstellers PC-Winner diente als Basis für den Aufbau der "Palomino-Workstation". Dieser Bigtower verfügt über ein aus solidem Stahlblech hergestelltes Gehäusechassis. Die Front des Limited A ist aus ABS Kunststoff gefertigt. Die von außen zugängigen Einbauschächte befinden sich hinter einer Schiebetür. Blau eingefärbte Kunststoffapplikationen - quasi als "Highlight" zur optischen Auflockerung der ansonsten im tristen grau gehaltenen Gehäusefront - runden das zur Jahrtausendwende übliche Erscheinungsbild des Gehäuses ab. Kaufentscheidend waren jedoch die großzügigen Abmessungen des Limited A, bieten sie doch mehr als ausreichend Platz für den Einbau umfangreicher Hardware.
 
Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale:
 
- Breite 220mm x Höhe 540mm x Tiefe 545mm
- Gewicht 13,9 kg
- 6 x 5,25'' Einbauschächte (davon 5 von außen zugängig)
- 2 x 3,50'' Einbauschächte (davon 1 von außen zugängig)
- Einbaumöglichkeit für 3 x 80mm Standardlüfter
- ATX Formfaktor
- 7 Kartensteckplätze
- Schiebetür abschließbar
- Chassis abschließbar
 







Standardgehäuse Limited A Bigtower


Gehäusemodifikationen


 
Im Zuge des Aufbaus der "Palomino-Workstation" wurden am Limited A Bigtower umfangreiche Modifikationen vorgenommen. Das komplette Chassis wurde zerlegt und alle Nietverbindungen entfernt. Im Anschluss daran wurden per CNC-Fräse zusätzliche Öffnungen und Bohrungen eingebracht. Abschließend wurden alle Einzelteile in schwarz Feinstruktur pulverbeschichtet. Für die anschließende Remontage wurden ausschließlich auf Maß abgelängte und an den Enden geschliffene Inbusschrauben aus Edelstahl in Kombination mit selbstsichernden Edelstahlmuttern verwendet.
 
Die folgenden Bilderreihen zeigen alle wesentlichen Modifikationen und geben Erklärungen zu den dargestellten Details.
 
 














Die aufwändigen Überarbeitungen am Gehäuse beginnen mit der Bodenplatte des Chassis. Die 16 Befestigungsbohrungen für die Plastikstandfüße wurden mit passend ausgestanzten Metallscheibchen zugelötet. Eine eingepresste Erhebung wurde ausgefräst und mit einer passenden Metallplatte geschlossen und zugelötet. Des Weiteren wurden je vier zusätzliche Befestigungsbohrungen für den Verteilerblock und die Sockelplatte der Wasserpumpe eingebracht. Die Bodenplatte wurde wie alle restlichen Chassisbestandteile pulverbeschichtet. In der Schalldämmung wurden Aussparungen für die beiden Abstandshalter des Verteilerblocks sowie der vier Dämpfungselemente für die Wasserpumpe bis zur Trägerschicht ausgeschnitten bzw. ausgestanzt. Die danach sichtbare Oberfläche des Trägermaterials wurde zur optischen Aufwertung mit passend zugeschnittenen schwarzen Filzelementen ausgekleidet. Die Führungs- schiene des Hauptplatinenträgers wurde poliert und hochglanzvernickelt.








Die Abstandshalter des Verteilerblocks sind aus massivem Aluminium gefertigt. Die verwendeten Schwingungsdämpfer für die Wasserpumpe sind Normbauteile mit einem Shorehärtegrad von 70. Die in den Hauptbefestigungsbohrungen verwendeten Unterleg- scheiben sind handgefertigte Messingbauteile, poliert und hochglanzvernickelt mit 2,5mm Stärke.
 
 
 

Im hier gezeigten Chassishauptrahmen wurde eine zusätzliche L - förmige Zuluftöffnung für den Kupferradiator ausgefräst. Die Öffnung wurde mit einem flexiblen schwarzen Kantenschutzprofil optisch verfeinert. Des Weiteren wurden zusätzlich drei größere Bohrung zur Durchführung der Kupfersteigleitungen der Wasserkühlung, sowie für das Kabelfallrohr eingebracht. Im Frontbereich des Chassishauptrahmens wurde das eingestanzte Lochgitter für den 80mm Lüfter komplett ausgefräst, um eine optimierte Luftzufuhr bei gleichzeitig geringerer Geräuschemission zu erreichen (vgl. hierzu Bild Nr. 2 des nicht modifizierten Gehäuses). Ebenso wurden in diesem Stadium bereits alle zusätzlich notwendigen Befestigungsbohrungen positioniert.











Die Innenseite der Gehäusefront des Hauptrahmens wurde wie folgt modifiziert. Der gesamte Frontbereich wurde mit exakt zugeschnittenem Dämmmaterial ausgekleidet. Die nicht be- nötigten Schall- und Abluftöffnungen wurden dabei nicht nur überklebt, sondern mit in der Außenfarbe lackierten Messing- blechen abgedeckt. Dies verhindert die Verschmutzung durch Staubablagerungen auf den freien Klebeflächen, und erhöht zusätzlich die Wertigkeit der Verarbeitung. Der 80mm Lüfter (Zuluft) wurde mit handelsüblichen Vibrationsdämpfern fixiert. An der rechten Seite des Lüfters wurde der Rahmen um 10mm gekürzt, um hier genügend Freiraum für die Wasserpumpe sicherzustellen.







Die Innenseite der Rückwand des Gehäusehauptrahmens wurde ebenfalls mit passend konfektioniertem Dämmmaterial ausge- kleidet. Die nicht benötigte Luftauslassöffnung wurde analog der Vorgehensweise im Frontbereich ebenso mit einem in der Außenfarbe lackierten Messingblech geschlossen. In die pulver- beschichtete ATX – Blende wurden im Nachgang die ent- sprechenden Steckerbezeichnungen mechanisch eingraviert. Die Anpassungsarbeiten an der Netzteilhalterung beschränkten sich auf das Ausfräsen einer Aussparung, um den problemlosen Aus- und Einbau der voll bestückten Hauptplatine zu gewährleisten. Der Haltewinkel für die Fixierung der Steckkarten wurde poliert und anschließend hochglanzvernickelt. Weiterhin benötigte Verblendungen für freie Steckkartenplätze wurden ebenfalls pulverbeschichtet.
 
 
 





Der obere Chassisrahmen wurde ebenso wie der Chassishauptrahmen in mehreren Bereichen überarbeitet. Auch hier wurden sämtlichen Nietverbindungen entfernt, und der gesamte Rahmen anschließend - nach Einbringung aller notwendigen zusätzlichen Befestigungsbohrungen - pulverbeschichtet. Die zwei auf der Rückseite liegenden ausgestanzten Lüftergitter wurden analog der Zuluftöffnung im Chassishauptrahmen entfernt. Auf der Oberseite wurde zusätzlich eine Öffnung mit 120mm Durchmesser für die Radiatorabluft eingefräst und ebenfalls mit flexiblem schwarzem Kantenschutzprofil versehen.







Die Gehäuseabluft wird über einen im zentralen Abluftschacht an Stahlfedern befestigten, regelbaren 80mm Lüfter realisiert. Der Lüfter wurde im Winkel von 25 Grad montiert um die gewünschte Abluftströmungsrichtung sicherzustellen. Die 16 Einzelelemente der Aufhängungsstützen am oberen Gehäuserahmen und am Lüfterchassis wurden aus poliertem und hochglanzvernickeltem Messingvollmaterial hergestellt. An dieser Einbauposition unter- bindet diese Form der Lüftermontage die Übertragung etwaiger Vibrationsgeräusche.







Auf die 120mm Radiatorabluftöffnung des oberen Gehäuse- rahmens wurde eine Luftleithaube zur gezielten Abführung der Radiatorabluft montiert. Die Konstruktion besteht aus 8 Einzel- teilen. Die Seitenwangen wurden aus Aluminiumvollmaterial gefräst, der Haubendeckel besteht aus 2mm Messingblech. Diese drei Bauteile wurden wie alle Chassisteile pulverbeschichtet. Die Führungsschienen und Stützstreben des Haubendeckels wurden aus Messing gefertigt, poliert und hochglanzvernickelt. Die hintere Haubenkante wurde mit einem Gummiprofil abgedichtet.







Die Verblendung der zwei 80mm Lüfteröffnungen an der Rückseite des oberen Gehäuserahmens besteht aus über 20 Einzel- elementen. Die Trägerplatte wurde aus 3mm dickem Aluminium- blech hergestellt. Einseitig wurden zwei kreisrunde ca. 1,5mm tiefe Aussparungen mit einem Durchmesser von 100mm plan ausgefräst. Sie dienen zur Aufnahme zweier in der Gehäuse- außenfarbe lackierten Kunststoffkreisscheiben. Die Trägerplatte wurde pulverbeschichtet und an der Rückseite mit Dämmmaterial verkleidet. An der Chassisaußenwand wurden die nunmehr ge- schlossenen Lüfteröffnungen zusätzlich durch die Verwendung von gebürsteten Edelstahlziergittern optisch aufgewertet. Die konstruktiv benötigten Befestigungselemente bestehen aus poliertem und hochglanzvernickeltem Messing.
 
 
 














Anstelle der ursprünglichen Plastikstandfüße wurde eine aus massivem indischem Granit gefertigte 40mm starke Sockelplatte als Standelement verwendet. Die schwarze Sockelplatte besteht aus zwei je 20mm dicken Granitplatten, welche flächig verklebt und an den Außenkanten umlaufend auf 45 Grad facettiert wurden. Die Sockelplatte hat an der Ober- und Unterseite entsprechend eingefräste Aufnahmen für die Dämpfungselemente, sowie den justierbaren Kegelspitzen. Die leicht sichtbare Fügespalte der Außenkante wurde verschliffen und schwarz hochglanz lackiert. Anschließend wurde die Granitplatte mit mehren Schichten hochglänzendem Klarlack versiegelt. Durch das hohe Eigengewicht der Sockelplatte (ca. 20kg), dem Einsatz der Schwingungsdämpfer zwischen Gehäusechassis und Sockelplatte, sowie den aus dem Hifi - Bereich bekannten Kegelspitzen, wird eine Übertragung von Vibrationen auf den Fußboden und den daraus resultierenden Geräuschen wirksam verhindert.

Die eingebauten Vibrationsdämpfer sind Eigenanfertigungen und bestehen aus den nachfolgenden Bauteilen:
 
- Kunststoffbasiselement mit Edelstahlgewindebolzen
- Standardschwingungsdämpfer (Shorehärte 85)
- Zierrosette aus Messing, poliert und hochglanzvernickelt
- Schwingelementverblendung aus Messing, poliert und hochglanzvernickelt









Die verwendeten Kegelstandfüße sind ebenfalls zum größten Teil Eigenan- fertigungen und bestehen folgenden Einzelteilen:
 
- Kunststoffbasiselement mit Edelstahlgewindebolzen
- polierter, hochglanzvernickelter Messingkegel mit Querbohrungen zur Justage
- Messingzierrosette, poliert und hochglanzvernickelt
- Messingbodenunterlage mit Zentrierbohrung, poliert und hochglanzvernickelt
 
 
 
 
 

Die Gehäuseaußenverkleidung


 
Die Gehäuseaußenverkleidung besteht im Wesentlichen aus vier Hauptbauteilen. Die beiden Gehäuseseitenteile, die Frontblende mit integrierter Schiebetür sowie der Gehäusedeckel. Die durchgeführten Modifikationen teilen sich hauptsächlich in vier Arbeitsbereiche auf:
 
- Lackierung der Außenverkleidung in Microstrukturlack Anthrazitmetallic, bzw. in Kupfereffektlack für einzelne Gehäuseapplikationen.
- Zusätzliche Einbringung von Zu- und Abluftöffnungen zur Optimierung der Luftzirkulation im geschlossenen Gehäuse.
- Überarbeitung und Optimierung der Kantenübergänge und Spaltmaße der gesamten Außenverkleidung.
- Neuanfertigung der Frontbedienelemente sowie der Gehäuseapplikationen aus massivem Aluminium.
 
 







In die Gehäuseseitenwände wurden drei größere Zuluft- öffnungen gefräst. In der linken Seitenwand zwei Öffnungen, und in der rechten Seitenwand eine weitere Öffnung. Diese unterstützen die Frischluftzufuhr für den Verteilerblock und den Radiator auf der linken Seite, sowie die Steigleitungen auf der rechten Seite. Alle Zuluftöffnungen sind jeweils mit einem passend zugeschnittenen satinierten Edelstahlgitter von innen verblendet. Weiterhin wurde eine entsprechend zugeschnittene Schalldämmung eingeklebt. An der Außenseite der Seiten- wände wurde eine ca. 0,7 mm tiefe Gravur eingebracht. Auf eine farbliche Hervorhebung der Gravur wurde aus optischen Gründen verzichtet. Bei beiden Griffschalen wurde jeweils eine ca. 10 mm lange Aussparung eingefräst und mit Polystrol neu aufmodelliert. Diese Aussparungen waren notwendig zur Anpassung an die zusätzlich eingebaute Radiatorablufthaube. Im Anschluss wurden die beiden Griffschalen lackiert und jeweils innen mit schwarzem Filz ausgekleidet.







Auch der Gehäusedeckel wurde umfangreich modifiziert. Im oberen Bereich wurden zwei Abluftöffnungen ausgefräst und analog den Seitenwänden mit satiniertem Edelstahlgitter innenseitig verblendet. Über die mittig positionierte Öffnung wird die zentrale Abluft aus dem Gehäuse transportiert, die hintere Öffnung des Gehäusedeckels führt die warme Abluft des Radiators nach außen. Unterstützend hierzu wurde das unter der Griffschale liegende Lochblech des Gehäusedeckels zusätzlich ausgeschnitten um auch über diesen Weg die Radiatorabluft geräuscharm nach außen zu führen. Die Schnitt- kanten wurden mit einem schwarzen Kantenschutzprofil kaschiert. Eine passend zugeschnittene Schalldämmung ist ebenfalls vor- handen. Die Zugrichtungsangabe zum öffnen des Deckels wurde in Form einer offenen Gravur zusätzlich in die Griffschale eingearbeitet.

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